Jazz Gitti, Merkelzellkarzinom: Keine Metastasen – doch 5 Wochen Bestrahlung stehen noch aus

Am 16. Mai 2026 lag Jazz Gitti im Operationssaal. Ärzte entfernten ihr an diesem Tag ein Merkelzellkarzinom vom rechten Ellbogen – eine seltene und aggressive Form des Hautkrebses, die das Leben der österreichischen Sängerin von einem Moment auf den nächsten auf den Kopf stellte. Was danach kam, war nicht leichter: Eine Hauttransplantation an der operierten Stelle sowie wochenlange Ungewissheit darüber, ob der Tumor bereits gestreut hatte.

Nun liegt das Ergebnis des PET-CT vor. Und es bringt genau die Nachricht, auf die ihre Fans gehofft hatten – mit einem entscheidenden Vorbehalt, der die Behandlung noch nicht abschließt.

PET-CT-Ergebnis: Keine Lymphknoten, keine Metastasen

„Keine vergrößerten Lymphknoten und kein Hinweis auf Metastasen”, schrieb Jazz Gitti in einem persönlichen Posting an ihre Fans. Die Untersuchung, die zeigen sollte, ob sich Krebszellen im Körper ausgebreitet haben, fiel damit eindeutig negativ aus. Eine Chemotherapie ist nicht notwendig.

„Ich bin einfach nur unglaublich erleichtert, dankbar und glücklich”, ließ die Sängerin ihre Anhänger wissen. Die Worte klingen schlicht – aber wer versteht, was ein positiver Metastasenbefund bei einem Merkelzellkarzinom bedeutet hätte, weiß, wie viel hinter diesem Satz steckt.

Was das Merkelzellkarzinom so gefährlich macht

Das Merkelzellkarzinom gilt als einer der seltensten, aber auch aggressivsten Hauttumoren überhaupt. Es tritt häufiger bei älteren Menschen auf, wächst schnell und neigt früh dazu, in nahegelegene Lymphknoten und andere Organe zu streuen. Laut den Leitlinien der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie ist eine rasche chirurgische Entfernung mit ausreichendem Sicherheitsabstand die erste und wichtigste Therapiestufe.

Bei Jazz Gitti war der Eingriff am rechten Ellbogen offenbar großflächig genug, um eine anschließende Hauttransplantation erforderlich zu machen. Dieser Zusatzeingriff verlängerte den Heilungsprozess erheblich und machte das lange Warten auf den PET-CT-Befund noch belastender.

5 Wochen tägliche Bestrahlung: Was jetzt noch vor ihr liegt

Trotz der erfreulichen Diagnose ist die Behandlung noch nicht abgeschlossen. Zur Sicherheit muss sich Jazz Gitti nun über einen Zeitraum von fünf Wochen täglich einer Strahlentherapie unterziehen. Ziel ist es, mögliche verbliebene einzelne Krebszellen zu vernichten, die für das PET-CT noch zu klein gewesen sein könnten, und das Rückfallrisiko so weit wie möglich zu senken.

„Jetzt heißt es: noch einmal durchziehen und dann hoffentlich dieses Kapitel abschließen”, schrieb die Sängerin. Diese adjuvante Strahlentherapie ist beim Merkelzellkarzinom Standardvorgehen nach erfolgreicher Operation – selbst dann, wenn keine Metastasen nachgewiesen wurden.

Mut machen als Botschaft: Warum Jazz Gitti öffentlich spricht

Jazz Gitti hätte ihren Gesundheitszustand für sich behalten können. Sie tat es nicht. Ihr Posting richtet sich bewusst auch an Menschen, die selbst gerade durch eine schwere Zeit gehen. „Danke an alle für eure Unterstützung, das bedeutet mir sehr viel”, schrieb sie – und machte gleichzeitig deutlich, dass die Nachrichten ihrer Fans ihr in den vergangenen Wochen echte Kraft gegeben haben.

Neben dem persönlichen Bericht erhielt die Sängerin zuletzt auch eine öffentliche Auszeichnung: Das Land Niederösterreich verlieh ihr die Ehrenplakette – eine Geste, die in die ohnehin bewegte Zeit fiel und ihr nach eigener Aussage sehr viel bedeutete.

Was nach den fünf Bestrahlungswochen kommt

Mit Abschluss der Strahlentherapie endet für Jazz Gitti der akute Behandlungsabschnitt. Danach folgen engmaschige Nachsorgeuntersuchungen, die bei Merkelzellkarzinomen über mehrere Jahre hinweg durchgeführt werden, um einen möglichen Rückfall frühzeitig zu erkennen. Wie intensiv dieses Nachsorgeprogramm im konkreten Fall aussieht, hängt von den behandelnden Ärzten ab.

Ob und wann Jazz Gitti wieder öffentlich auftreten wird, ist noch offen – doch ihr Ton lässt keinen Zweifel daran, dass sie das Kapitel Krebs hinter sich lassen will, sobald die letzte Bestrahlungssitzung absolviert ist.

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