Am 25. Juni 2026 zeigte das Xbox Games Showcase zum ersten Mal ausführliches Spielmaterial aus „Metro 2039″ — knapp drei Minuten Gameplay, die die Welt der verstrahlten Tunnel wieder zum Leben erwecken. Der Trailer kam ohne große Umschweife zur Sache: Schleichangriffe in engen Gängen, das Geräusch einer Gasmaske, die sich über das Gesicht schiebt, und ein Antagonist, der aus der eigenen Geschichte der Serie stammt.
Gleichzeitig mit dem Footage wurde das Release-Fenster auf Februar 2027 eingegrenzt. Damit steht fest, wann Fans der Reihe wieder in die Moskauer Metro hinabsteigen — die Frage ist, was sie dort erwartet und ob 4A Games die Stärken der Vorgänger wirklich zurückgebracht hat.
Der Fremde gegen Hunter: Worum es in Metro 2039 geht
Im Mittelpunkt der Handlung steht ein neuer Protagonist, der nur als der Fremde bezeichnet wird. Sein Ziel ist Hunter — einst ein angesehener Spartaner, der die Metro inzwischen mit Lügen und Propaganda unter seine Kontrolle gebracht haben soll. Die Serie dreht sich damit erstmals offen um Machtmissbrauch innerhalb der eigenen Reihen, nicht nur um Bedrohungen von außen.
Hunter als Antagonisten zu etablieren ist ein ungewöhnlicher Schritt. Serienkenner kennen den Namen aus früheren Teilen; dass er nun auf der falschen Seite steht, gibt der Geschichte von Beginn an eine persönliche Note.
Bekannte Stärken zurück: Stealth, Survival und Tunnelerkundung
Der Gameplay-Trailer zeigt die vertraute Mischung, die die Reihe seit dem ersten Teil auszeichnet: Stealth-Sequenzen, in denen ein falscher Schritt tödlich endet, Survival-Mechaniken rund um knappe Ressourcen und die dichte Atmosphäre der Metro-Tunnel. 4A Games verspricht erneut intensive Kämpfe und eine detailliert gestaltete Spielwelt.
Neu im Arsenal ist die Stealth-Waffe „Shatun”, die im Trailer erstmals zu sehen ist, sowie eine neue Art von Sprengladung. Beide Ergänzungen deuten darauf hin, dass das Spiel taktische Flexibilität stärker betonen will als noch „Metro Exodus”.
Plattformen und Verfügbarkeit: PS5, Xbox Series X|S und PC
„Metro 2039″ erscheint für PlayStation 5, Xbox Series X|S sowie auf PC — dort sowohl über Steam als auch über den Epic Games Store. Eine Last-Gen-Version wurde bislang nicht angekündigt. Das Release-Fenster Februar 2027 lässt noch etwas mehr als ein halbes Jahr Entwicklungszeit.
Die Entscheidung, ausschließlich auf aktuelle Hardware zu setzen, dürfte 4A Games technisch mehr Spielraum geben — sichtbar etwa in der Detaildichte der gezeigten Umgebungen.
4A Games in der Ukraine und auf Malta: Wie das Studio arbeitet
Entwickelt wird „Metro 2039″ von 4A Games, das seit dem russischen Angriffskrieg an zwei Standorten operiert: in der Ukraine und auf Malta. Das Studio unterstützt sein Team in der Ukraine nach eigenen Angaben weiterhin aktiv. Dass unter diesen Umständen überhaupt ein solches Projekt vorangetrieben wird, ist für sich genommen bemerkenswert.
Die Spielwelt der Metro-Reihe basiert auf Dmitri Gluchowskis gleichnamiger Romanreihe. Mit „Metro 2039″ setzt 4A Games den Stoff eigenständig fort — der Titel ist kein direktes Buchkapitel, sondern eine originäre Weiterentwicklung des Universums.
Was der Trailer offen lässt — und was bis Februar 2027 noch folgen dürfte
Das gezeigte Material umfasst knapp 3 Minuten Gameplay, konzentriert sich aber ausschließlich auf lineare Tunnel- und Innensequenzen. Ob „Metro 2039″ wieder offenere Abschnitte wie in „Exodus” enthält oder bewusst zu den engeren Strukturen der ersten beiden Teile zurückkehrt, bleibt vorerst ungeklärt.
Auch über Schwierigkeitsgrade, mögliche Moralsysteme und die Länge des Spiels ist noch nichts bekannt. Angesichts des Februar-Fensters ist bis zum Herbst 2026 mit weiteren Präsentationen zu rechnen — wahrscheinlich auf der The Game Awards oder einem gesonderten Showcase von 4A Games selbst.



