Am Donnerstagnachmittag, gegen 13.45 Uhr, stieg über dem Ötztal eine Rauchwolke auf, die selbst erfahrene Einsatzkräfte aufhorchen ließ. Der Waldbrand brach im Bereich des Klettersteiges Stuibenfall in Umhausen, Bezirk Imst, aus — einem der meistbesuchten Ausflugsgebiete Tirols, das Wanderer aus dem ganzen Land anzieht.
Die Brandursache blieb zunächst ungeklärt. Während die ersten Meldungen eingingen, rückten gleichzeitig Feuerwehren aus mehreren Gemeinden aus — und zwei Polizeihubschrauber stiegen in die Luft. Wie weit sich das Feuer ausgebreitet hatte und ob Wanderer in Gefahr waren, war in den ersten Minuten noch offen.
Feuer am Stuibenfall: Was am Donnerstagnachmittag geschah
Laut aktuellen Erkenntnissen handelt es sich um einen kleinräumigen Brand im unmittelbaren Bereich des Klettersteiges Stuibenfall. Verletzt wurde nach bisherigem Kenntnisstand niemand. Der genaue Ausgangspunkt des Feuers sowie die Ursache waren am Donnerstag Gegenstand laufender Ermittlungen der Landespolizeidirektion Tirol.
Der Stuibenfall ist Tirols höchster Wasserfall und ein bei Familien wie Klettersteig-Enthusiasten gleichermaßen beliebtes Ziel. Dass das Feuer genau in diesem exponierten Gelände ausbrach, erschwerte den Zugang für Bodentruppen erheblich.
Großeinsatz mit 4 Feuerwehren und 2 Hubschraubern über Umhausen
Zur Brandbekämpfung wurden vier Freiwillige Feuerwehren alarmiert: die FF Niederthai, FF Umhausen, FF Längenfeld sowie die FF Imst. Parallel dazu stiegen die Polizeihubschrauber Libelle Tirol und Libelle Vorarlberg auf, um das Feuer aus der Luft zu bekämpfen und die Lage zu erkunden.
Ebenfalls im Einsatz standen eine Polizeistreife sowie die Bergrettung Umhausen. Insgesamt koordinierten damit mindestens folgende Einheiten den Einsatz:
- FF Niederthai
- FF Umhausen
- FF Längenfeld
- FF Imst
- Polizeihubschrauber Libelle Tirol
- Polizeihubschrauber Libelle Vorarlberg
- Bergrettung Umhausen
- Eine Polizeistreife vor Ort
Wanderweg und Klettersteig Stuibenfall gesperrt
Aufgrund der noch andauernden Löscharbeiten wurden der Wanderweg Stuibenfall sowie der Klettersteig Stuibenfall vollständig gesperrt. Wer an diesem Donnerstag einen Ausflug in das Gebiet geplant hatte, musste umkehren. Die Sperrung galt für den gesamten Bereich rund um das Brandgeschehen.
Wann die Wege wieder freigegeben werden, hing vom Fortschritt der Löscharbeiten ab. Eine offizielle Entwarnung lag zum Zeitpunkt der ersten Berichte noch nicht vor.
Ursache ungeklärt: Was die Behörden bisher wissen
Die Brandursache war am Donnerstag noch Gegenstand der Ermittlungen. Ob ein technischer Defekt, menschliches Versagen oder ein Naturereignis — etwa ein Blitzschlag wie in anderen Tiroler Fällen desselben Tages — das Feuer ausgelöst hat, blieb vorerst offen. Die Landespolizeidirektion Tirol übernahm die Koordination der Ermittlungen.
Für die Region ist das Thema Waldbrand in den Sommermonaten grundsätzlich virulent. Trockene Phasen und steile, schwer zugängliche Hänge machen Löscharbeiten im Ötztal besonders aufwendig — ein Umstand, der den Einsatz der Hubschrauber am Donnerstag unumgänglich machte.
Was als Nächstes zu erwarten ist
Die zuständigen Behörden, darunter die Bezirkshauptmannschaft Imst und die Landespolizeidirektion Tirol, werden nach Abschluss der Löscharbeiten eine Einschätzung des entstandenen Schadens sowie der Brandursache veröffentlichen. Ob und wann Wanderweg und Klettersteig Stuibenfall wieder geöffnet werden, hängt von einer Freigabe durch die Einsatzleitung ab.
Ob die Ermittlungen zur Brandursache einen konkreten Verdacht ergeben, dürfte in den kommenden Tagen klarer werden.



